Was, wenn es unangenehm wird?
Das kann passieren, und es ist kein Zeichen, dass etwas schiefgeht. Schwierige
Passagen gehören dazu. Genau dafür ist jemand im Raum – und deshalb reden wir
vorher darüber, statt es zu beschönigen.
Substanzgestützte Retreats
Psychedelische Retreats – nur dort, wo sie rechtlich zulässig sind
Dieser Bereich ist bewusst vom übrigen Programm getrennt. Er hat eigene Regeln, eigene Voraussetzungen und eine eigene Rechtslage – und die hängt davon ab, in welchem Land ein Format stattfindet.
Bevor du weiterliest
Niemand wird hier ins kalte Wasser geworfen.
Die meisten Fragen, die uns erreichen, drehen sich nicht um das Angebot, sondern um das Davor und Danach. Deshalb steht das hier oben – und nicht im Kleingedruckten.
Von der ersten Frage bis Wochen danach
-
Screening
Ein Fragebogen zu Erfahrungen, Absichten und deiner körperlichen wie mentalen Verfassung, danach ein kostenloses Gespräch. Es ist ausdrücklich erlaubt, an dieser Stelle festzustellen, dass es gerade nicht passt. Ein Ausschluss ist kein Urteil über dich, sondern eine Bedingung des Formats.
-
Vorbereitung
Wochen vorher, nicht am Anreisetag. Ein Gruppengespräch online, in dem alle dieselben Grundlagen bekommen, und eine Einzelsitzung, in der du deine Intention erarbeitest. Danach hast du einen konkreten Plan für die Zeit bis zur Anreise.
-
Ankommen
Am Anreisetag passiert noch nichts Intensives. Du lernst das Team und die Gruppe kennen, siehst das Gelände und weißt, wo du schlafen wirst. Das ist Absicht: Vertrautheit mit dem Ort nimmt einen Großteil der Anspannung.
-
Der Tag selbst
Im Liegen, mit ruhiger Musik, in einer Gruppe von zwei bis acht Menschen. Zu jedem Zeitpunkt ist jemand aus dem Team ansprechbar – auch mitten in der Nacht, auch wenn du nur reden willst.
-
Der Tag danach
Kein Abreisen im Morgengrauen. Es gibt eine gemeinsame Runde, Zeit in der Natur und Rückzugsorte, wenn du sie brauchst. Du fährst erst, wenn du wieder bei dir bist.
-
Integration
Was du mitnimmst, entscheidet sich nicht an dem einen Tag, sondern in den Wochen danach. Du bekommst einen Plan für zu Hause, und zwei Wochen später sprechen wir noch einmal – wie es dir seither ergangen ist und was sich tatsächlich verändert hat.
Set und Setting – und warum das kein Fachjargon ist
Set meint deine innere Verfassung an dem Tag: wie ausgeruht du bist, was dich gerade beschäftigt, mit welcher Erwartung du hingehst. Genau deshalb liegt zwischen deiner Anfrage und dem Termin Zeit – damit du nicht aus einer vollen Woche heraus in eine Erfahrung stolperst.
Setting meint alles um dich herum: der Raum, die Geräusche, die Menschen, die Gewissheit, dass jemand da ist. Beides zusammen prägt eine Erfahrung stärker als alles andere. Es ist der Teil, den man vorbereiten kann – und deshalb der Teil, an dem wir arbeiten.
Was Menschen uns vorher fragen
Verliere ich die Kontrolle über mich?
Du bleibst ansprechbar, du kannst jederzeit sagen, dass du eine Pause brauchst,
und niemand hält dich zu irgendetwas an. Es gibt kein Programm, das
durchgezogen werden muss.
Muss ich vor der Gruppe reden?
Nein. Die Runden sind freiwillig. Manche erzählen viel, andere gar nichts.
Beides ist in Ordnung und wird nicht kommentiert.
Und wenn ich es mir anders überlege?
Dann sagst du ab. Auch kurzfristig, auch ohne Begründung. Die Stornobedingungen
stehen vorher fest, damit diese Entscheidung nicht am Geld hängt.
Bin ich danach allein damit?
Nein. Die Nachbereitung ist Teil des Programms, nicht ein Zusatz. Das
Abschlussgespräch findet zwei Wochen später statt – bewusst dann, wenn der
Alltag wieder da ist.
Ist das etwas für mich?
Vielleicht nicht. Das Beratungsgespräch ist kostenlos und unverbindlich, und es
endet öfter mit „jetzt gerade nicht" als du denkst. Das ist ein gutes Ergebnis,
kein verlorener Termin.
Was dieser Bereich umfasst
Zwei substanzgestützte Formate und zwei substanzfreie. Substanzgestützt sind eine Psilocybin-Trüffel-Zeremonie in Zeeland, Niederlande, und Ayahuasca-Zeremonien im Amazonasgebiet bei Iquitos, Peru. Beide finden ausschließlich im jeweiligen Land statt. Substanzfrei sind ein Intensivformat in kleiner Gruppe und ein Integrationswochenende in Berlin.
Rechtlicher Rahmen im Überblick
- Angebot in Deutschland
- Keines. Mindful Retreats gibt in Deutschland keine Substanzen ab und führt in Deutschland keine Zeremonien durch.
- Status in Deutschland
- Psilocybin, Psilocin und DMT stehen in Anlage I BtMG: nicht verkehrsfähig, nicht verschreibungsfähig.
- Psilocybin-Trüffel, Niederlande
- Sklerotien sind nicht in den Listen der Opiumwet geführt und dort an Erwachsene abgabefähig.
- Ayahuasca, Peru
- Das traditionelle Wissen um Ayahuasca wurde 2008 zum Kulturerbe der Nation erklärt; Zeremonien sind im traditionellen Rahmen zulässig.
- Voraussetzung
- Medizinisches und psychologisches Screening vor jeder Teilnahme.
- Stand der Prüfung
Gibt es legale Psilocybin-Retreats in Deutschland?
Nein. Psilocybin und Psilocin sind in Deutschland in Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt und damit nicht verkehrsfähig und nicht verschreibungsfähig. Ein Psilocybin-Retreat kann in Deutschland nicht legal stattfinden.
Wer in Deutschland ein solches Format angeboten bekommt, sollte das als Warnsignal lesen, nicht als Gelegenheit. Ausführlich: Rechtslage in Deutschland, den Niederlanden und Peru.
Die vier Formate im Vergleich
| Zeeland, NL | Iquitos, Peru | Berlin | |
|---|---|---|---|
| Substanz | Psilocybin-Trüffel | Ayahuasca | keine |
| Rechtsrahmen | Opiumwet (NL) | Kulturerbe-Anerkennung (PE, 2008) | – |
| Dauer vor Ort | 3–4 Tage | 8 Tage | 2 Tage |
| Gruppengröße | 2–8 | klein | Gruppe |
| Preis ab | 1.745 € | 2.100 € | 320 € |
| Screening | medizinisch + psychologisch | medizinisch + psychologisch | Gespräch |
Wer nicht teilnehmen kann
Diese Liste steht hier, bevor du anfragst – nicht danach. Ein Ausschluss ist möglich und kommt vor. Ausgeschlossen ist eine Teilnahme bei:
- diagnostizierter Psychose, Schizophrenie oder bipolarer Störung – auch bei Verwandten ersten Grades
- Schwangerschaft und Stillzeit
- einem Alter unter 21 Jahren
- relevanten Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Individuell im Screening geklärt wird eine Teilnahme bei laufender Einnahme von SSRI, SNRI, MAO-Hemmern, Lithium, Tramadol, Antipsychotika oder Antikonvulsiva. Was möglich ist, klären wir im Screening.
Die einzelnen Formate
- Psilocybin-Trüffel-Retreat in Zeeland, Niederlande – 3 oder 4 Tage, 2–8 Teilnehmende, ab 1.745 €
- Ayahuasca-Retreat bei Iquitos, Peru – 8 Tage, ab 2.100 €
- Integration nach psychedelischen Erfahrungen – substanzfrei, Berlin, 2 Tage, ab 320 €
- Rechtslage: Deutschland, Niederlande, Peru
Unsere Rolle
Mindful Retreats ist der Veranstalter seiner Retreats. Wir planen, organisieren und verantworten jedes Retreat selbst und arbeiten dafür mit spezialisierten Mentor:innen zusammen. Mindful Retreats ist kein Vermittlungsportal und kein Marktplatz.
Neben diesem Bereich organisieren wir auch Retreats ohne Substanzbezug – von Waldwochenenden bis zu Meditationsreisen.
Das Angebot
Und das sind die vier Formate
Zwei substanzgestützte, zwei substanzfreie. Für alle gilt, was oben steht.
North Sea Truffle Ceremony
Legale, zeremoniell begleitete Psilocybin-Trüffel-Erfahrung an der Nordseeküste.
Ayahuasca Ceremony Peru
Traditionelle, begleitete Ayahuasca-Zeremonien im peruanischen Amazonasgebiet.
Consciousness Lab
Intensive, professionell begleitete Arbeit mit erweiterten Bewusstseinszuständen.
Andes Awakening
Ein intensives Format in großer Höhe mit medizinischem Screening und kleiner Gruppe.